Moor
Ein Moor ist ein dauerhaft nasser Lebensraum, in dem abgestorbene Pflanzen unter Luftabschluss nicht vollständig zersetzt werden, sondern sich als Torf ablagern.
Torf wächst nur etwa einen Millimeter im Jahr, große Moore sind über Jahrtausende entstanden. Niedermoore werden vom Grundwasser oder von Quellen und Bächen gespeist und sind nährstoffreicher. Hochmoore leben ausschließlich vom Regen, sind sehr nährstoffarm und sauer und werden von Torfmoosen aufgebaut; typisch sind Sonnentau, Wollgras und Rosmarinheide, am Rand wachsen Birken und Kiefern. Die meisten Moore in Deutschland wurden entwässert, abgetorft oder in Grünland verwandelt, und entwässerter Torf setzt viel Kohlendioxid frei.
Birkwild braucht offene Hochmoor- und Heideflächen, der Große Brachvogel brütet in Mooren und feuchten Wiesen, und auch Kranich, Bekassine und Ringelnatter leben hier. Moore sind nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützte Biotope; verboten sind Handlungen, die zu ihrer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung führen können. Einen Wildacker dort anzulegen ist deshalb grundsätzlich unzulässig.