Schussschneise
Eine Schussschneise ist ein schmaler, freigeschnittener Streifen in dichtem Bewuchs, der vom Stand aus Sicht und ein freies Schussfeld schafft.
Im Wald werden sie in Dickungen und dichte Jungbestände geschnitten, oft mehrere fächerförmig vom Hochsitz aus. Wegen dieser Form heißen solche Schneisen auch Krähenfüße. Im Feld legt man Bejagungsschneisen in große Maisschläge, damit sich Schwarzwild dort während der Vegetationszeit bejagen lässt und weniger Schaden anrichtet.
Das Wild ist in einer Schneise meist nur kurz zu sehen, der Schuss verlangt rasches und sicheres Ansprechen. Schneisen im Röhricht unterliegen dem Naturschutzrecht: Röhricht ist als Biotop geschützt und darf von März bis September nicht geschnitten werden.
Verwandte Begriffe
SchussfeldDas Schussfeld ist der Bereich vor dem Schützen, den er überblickt und in den er schießen kann, ohne jemanden zu gefährden.HochsitzEin Hochsitz ist eine erhöhte Ansitzeinrichtung, von der aus der Jäger Wild beobachtet, in Ruhe anspricht und mit schräg nach unten gerichtetem Schuss erlegt.DrückjagdDie Drückjagd ist eine Bewegungsjagd vor allem auf Schalenwild, bei der wenige Treiber und Hunde das Wild ruhig aus seinen Einständen drücken.SchwerpunktbejagungSchwerpunktbejagung heißt, Schalenwild gezielt auf Flächen verstärkt zu bejagen, die durch Verbiss, Schäle, Fegen oder Fraß besonders gefährdet sind.MaisMais ist ein wärmeliebendes, bis etwa drei Meter hohes Getreide aus Mittelamerika, das als Silo- oder Körnermais angebaut wird und seine Körner in Kolben trägt.RöhrichtRöhricht nennt man dichte, hoch wachsende Bestände aus Schilf, Rohrkolben und ähnlichen Pflanzen am Ufer von Seen, Teichen und Flüssen und in Verlandungszonen.