Hirschlausfliege
Die Hirschlausfliege ist eine flache, blutsaugende Lausfliege, die vor allem auf Rot- und Rehwild lebt und im Herbst auch Menschen anfliegt.
Lipoptena cervi ist etwa einen halben Zentimeter groß, bräunlich, ledrig und abgeplattet und hält sich mit kräftigen, bekrallten Beinen im Haar fest. Die jungen Fliegen schlüpfen im Spätsommer und Herbst aus Puppen am Boden und fliegen ihre Wirte an. Auf dem Wirt werfen sie die Flügel ab, saugen Blut und überwintern dort flügellos. Die Weibchen bringen jeweils eine fertig entwickelte Larve zur Welt, die sich sofort verpuppt und zu Boden fällt.
Das Wildbret beeinträchtigt selbst ein starker Befall nicht. Bei der Jagd im Herbst landen die Fliegen oft auf Jägern und Hunden, krabbeln unter die Kleidung und stechen; die Stiche jucken, mitunter wochenlang. Helle, eng anliegende Kleidung und gründliches Absuchen nach dem Revierbesuch helfen.