Lungenwurm
Als Lungenwürmer bezeichnet man verschiedene Fadenwürmer, die in den Atemwegen und in der Lunge von Schalenwild und anderen Säugetieren schmarotzen.
Man unterscheidet zwei Gruppen. Große Lungenwürmer werden drei bis acht Zentimeter lang, leben in Luftröhre und Bronchien von Reh-, Rot- und Damwild und entwickeln sich ohne Zwischenwirt: Die Larven werden ausgehustet, abgeschluckt und mit der Losung ausgeschieden, im Gras entwickeln sie sich zu ansteckenden Larven. Kleine Lungenwürmer sind nur ein bis drei Zentimeter lang, sitzen im Lungengewebe von Reh-, Gams-, Stein- und Muffelwild und brauchen Schnecken als Zwischenwirt. Die Lungenwürmer des Wildschweins entwickeln sich in Regenwürmern.
Stark befallene Stücke husten anhaltend, haben schleimigen Ausfluss, wirken matt und magern ab; vor allem bei Kitzen und Kälbern führt das zu Fallwild. In der Lunge zeigen sich Würmer in den Atemwegen oder knotige, grauweiße Herde. Die Lunge wird verworfen, das Wildbret ist genusstauglich, wenn keine weiteren bedenklichen Merkmale wie Abmagerung vorliegen.