Rupfen
Rupfen heißt, erlegtem Federwild die Federn auszuziehen; außerdem rupft der Jäger Haare von Gams, Rothirsch und Schwarzwild für einen Hutschmuck.
Gerupft wird möglichst bald nach dem Erlegen. Den Kropf entleert oder entfernt man schon unmittelbar nach dem Erlegen, und das Gescheide wird über einen Schnitt in die Bauchdecke herausgenommen, nicht ausgehakelt.
Haare für einen Bart rupft man kurz nach dem Erlegen, beim Gamsbock noch vor dem Aufbrechen. Der Gamsbart stammt von den langen Rückenhaaren eines Gamsbocks im Winterhaar, der Saubart von den Borsten auf dem vorderen Rücken des Schwarzwildes, der Hirschbart aus der Brunftmähne des Rothirsches.
Verwandte Begriffe
GamsbartEin Gamsbart ist ein pinselförmig gebundener Hutschmuck aus den langen Rückenhaaren des Gamsbocks im Winterhaar.FederwildFederwild ist die Sammelbezeichnung für alle wildlebenden Vogelarten, die dem Jagdrecht unterliegen; das Gegenstück ist das Haarwild.KropfDer Kropf ist bei vielen Vögeln eine sackartige Erweiterung der Speiseröhre am Hals, in der aufgenommene Nahrung gespeichert und aufgeweicht wird.AushakelnAushakeln nennt man das früher übliche Herausziehen des Gescheides bei Federwild mit einem Haken oder dem Finger durch eine kleine Öffnung.BrunftmähneBrunftmähne heißt die lange, dunkle Behaarung am Träger älterer Rothirsche, die zur Brunft besonders kräftig ausgebildet ist.VersorgenVersorgen nennt der Jäger alle Arbeiten am erlegten Stück vom Aufbrechen bis zur gekühlten Lagerung, mit denen er das Wildbret als Lebensmittel sichert.