Jagdpraxis

Aushakeln

Aushakeln ist eine ältere Methode, bei Federwild das Gescheide mit dem Finger oder einem Haken durch eine kleine Öffnung herauszuziehen, statt den Vogel aufzubrechen.

Was bedeutet „Aushakeln“?

Beim Aushakeln wird am erlegten Vogel eine kleine Öffnung genutzt oder angelegt. Durch diese Öffnung greift der Jäger mit dem Finger oder einem hakenförmigen Gerät in die Bauchhöhle und zieht das Gescheide heraus. Die Methode war besonders bei kleinem Federwild wie Enten und Tauben verbreitet. Im Unterschied dazu wird beim Aufbrechen die Bauchhöhle vollständig geöffnet, sodass alle Organe sichtbar entnommen werden.

Warum Aushakeln heute nicht mehr gilt

Nach den Prüfungsfragen ist das Aushakeln aus Gründen der Wildbrethygiene nicht mehr zulässig, wenn das Wildbret dem menschlichen Verzehr dienen soll. Beim Herausziehen reißt der Darm vom Magen ab, und Magen- und Darminhalt kann in die Bauchhöhle gelangen. Außerdem bleiben die Organe beim Aushakeln nicht unversehrt und lassen sich nicht vollständig auf bedenkliche Merkmale prüfen. Wird die Bauchdecke dagegen aufgeschnitten, kann die Bauchhöhle bei einem Schuss ins Gescheide mit Trinkwasser gesäubert werden, und der Wildkörper kühlt besser aus.

Heutige Versorgung von Federwild

Federwild wird nach dem Erlegen zunächst vom Kropf befreit, denn ein gefüllter Kropf kann bei Wärme gären und den Geschmack des Wildbrets verderben – das gilt besonders für Fasan und Rebhuhn. Anschließend werden die inneren Organe entnommen, beginnend mit dem Umschärfen der Kloake.

„Aushakeln“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird, ob Aushakeln noch erlaubt ist und wie die Antwort zu begründen ist. Erwartet wird ein klares Nein mit hygienischer Begründung: Darminhalt tritt aus, Organe können nicht beurteilt werden, die Kühlung leidet. Hinzu kommt die richtige Reihenfolge bei der Versorgung von Federwild.

Häufige Fragen zu „Aushakeln“

Ist Aushakeln noch erlaubt?

Nach der Prüfungslehre nicht, sofern Menschen das Wildbret essen sollen. Die Methode erfüllt die Anforderungen der Wildbrethygiene nicht.

Was spricht gegen das Aushakeln?

Der Darm reißt vom Magen ab, Inhalt gelangt in die Bauchhöhle, und die Organe lassen sich nicht auf bedenkliche Merkmale prüfen. Außerdem kühlt der Wildkörper schlechter aus.

„Aushakeln“ kommt in 4 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Jagdpraxis und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Jagdpraxis

AufbruchBergenAufbrechmesserBruchBüchsenschussAnsprechenDrückjagdAnsitzjagdAlle Begriffe aus Jagdpraxis

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Aushakeln: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de