Brechen
Brechen heißt in der Jägersprache das Aufwühlen des Bodens durch Schwarzwild, das mit dem Gebrech nach Nahrung sucht.
Sauen brechen nach Engerlingen, Würmern, Wurzeln und Knollen; die aufgewühlten Stellen heißen Gebräch. Im Wald lockert das Brechen den Boden und kann der natürlichen Verjüngung helfen. Auf Wiesen, Weiden und Äckern verursacht es dagegen erhebliche Wildschäden, im Herbst etwa auf Streuobstwiesen mit Fallobst und in den Grünstreifen von Weinbergen.
Nicht zu verwechseln ist das Wort mit dem Aufbrechen erlegten Wildes und mit dem Brechen eines Zweiges für einen Bruch.
Verwandte Begriffe
GebrächGebräch nennt die Jägersprache den Boden, den Schwarzwild bei der Nahrungssuche aufgewühlt hat; der Rüssel der Sau selbst heißt Gebrech.WildschadenWildschaden nennt man Schäden, die frei lebendes Wild an land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken und ihrem Aufwuchs anrichtet.SchwarzwildSchwarzwild ist die jagdliche Bezeichnung für das Wildschwein; es zählt zum Schalenwild, ist aber als einzige Art dieser Gruppe kein Wiederkäuer.AufbrechenAufbrechen nennt der Jäger das Öffnen der Bauch- und Brusthöhle eines erlegten Stückes, vor allem beim Schalenwild, und das Herausnehmen der inneren Organe.BruchEin Bruch ist in der Jägersprache ein abgebrochener grüner Zweig bestimmter Holzarten, der als Verständigungs- oder Ehrenzeichen dient.