Rückegasse
Eine Rückegasse ist eine dauerhaft angelegte, unbefestigte Fahrlinie im Waldbestand, auf der Forstmaschinen fahren, um gefälltes Holz zum Waldweg zu bringen.
Das Herausbringen des Holzes nennt der Forstmann Rücken. Rückegassen sind meist rund vier Meter breit und verlaufen in Abständen von etwa 20 bis 40 Metern durch den Bestand. Harvester und Rückezüge fahren nur auf diesen Linien, der übrige Waldboden bleibt unbefahren und wird so vor Verdichtung geschützt. Damit die Gassen dauerhaft genutzt werden können, werden sie im Gelände markiert und in Karten eingetragen.
Für die Jagd sind Rückegassen mehr als Fahrwege. In dichten Beständen sind sie oft die einzigen Sichtschneisen, auf denen Wild beobachtet und erlegt werden kann, etwa bei Drückjagden. Durch den Lichteinfall wachsen dort Gräser und Kräuter, die das Wild äst, und viele Wechsel kreuzen die Gassen.