Ölrettich
Ölrettich ist ein schnellwüchsiger Kreuzblütler mit kräftiger Pfahlwurzel, der vor allem als Zwischenfrucht und zur Gründüngung nach der Getreideernte gesät wird.
Er hat große, rau behaarte, fiederteilige Blätter und weiße bis blassviolette Blüten mit dunkleren Adern. Anders als der Speiserettich bildet er keine dicke, essbare Rübe, sondern eine lange Pfahlwurzel, die verdichteten Boden aufbricht und lockert. Er bindet Nährstoffe, schützt vor Erosion und liefert viel Grünmasse. Bestimmte Sorten werden in Fruchtfolgen mit Zuckerrüben gezielt gegen Rübennematoden angebaut.
Auf Wildäckern und als Zwischenfrucht bietet er dem Rehwild im Herbst saftige Äsung und dem Niederwild Deckung. Winterhart ist er nicht, bei stärkerem Frost friert er ab. Bis dahin ist er eine gute Herbst- und Frühwinteräsung; für längere Frostperioden eignen sich Raps, Rübsen oder Markstammkohl besser.