Gelbsenf
Gelbsenf, auch Weißer Senf genannt, ist ein schnellwüchsiger, gelb blühender Kreuzblütler und eine der häufigsten Zwischenfrüchte auf deutschen Äckern.
Nach der Getreideernte gesät, läuft er schon nach wenigen Tagen auf und bedeckt den Boden in wenigen Wochen. Er hat gelappte, rau behaarte Blätter und hellgelbe Blüten mit vier Blütenblättern im Kreuz. Die behaarten Schoten enden in einem flachen Schnabel, die hellen Samen werden auch zu Speisesenf verarbeitet. Als Gründüngung schützt er den Boden vor Erosion und hält Nährstoffe fest.
Dem Wild bietet Gelbsenf rasch Deckung und eine Herbstäsung, die Reh und Hase annehmen. Stärkeren Frost verträgt er nicht: Er friert ab, die Stängel bleiben aber oft bis ins Frühjahr stehen und geben Fasan, Rebhuhn und Hase weiter Deckung. Als Winteräsung bei längerem Frost taugt er deshalb nicht, dafür sind winterharte Kreuzblütler wie Raps, Rübsen oder Markstammkohl besser. Im jagdlichen Sprachgebrauch heißt der angebaute Senf oft auch Ackersenf; botanisch ist der Acker-Senf aber eine eigene, wild wachsende Art und ein verbreitetes Ackerwildkraut.