Hege

Nationalpark

auch: Nationalparkgebiet, Prozessschutzgebiet

Ein Nationalpark ist ein Schutzgebiet nach § 24 BNatSchG: ein großräumiges, weitgehend unzerschnittenes Gebiet von besonderer Eigenart, in dem sich die Natur in einem überwiegenden Teil möglichst ungestört entwickeln soll.

Was ist ein Nationalpark?

Nationalparke zählen wie Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturparke und Biosphärenreservate zu den Schutzgebieten des Bundesnaturschutzgesetzes. Kennzeichnend sind Großflächigkeit und besondere Eigenart. Überwiegend erfüllen sie die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes und befinden sich in einem vom Menschen kaum beeinflussten Zustand oder sollen sich dorthin entwickeln. Leitgedanke ist der Prozessschutz, oft zusammengefasst als „Natur Natur sein lassen“. Bekannte Beispiele sind der Nationalpark Bayerischer Wald, der Harz und die Wattenmeer-Nationalparke; in Nordrhein-Westfalen besteht seit 2004 der Nationalpark Eifel mit rund 10.770 ha.

Zonierung und Regeln im Nationalpark

Ein Nationalpark ist großräumig und möglichst unzerschnitten. Mindestens 75 Prozent seiner Fläche sollen Kernzone sein, in der nicht eingegriffen wird. Die Randzone dient Besucherlenkung und Management. Besucher dürfen sich nur auf Wegen bewegen, Hunde sind an der Leine zu führen. Durch diese Ordnung unterscheidet sich der Nationalpark deutlich vom Landschafts- und vom Naturschutzgebiet, in denen sich Einschränkungen der Jagd nach der jeweiligen Schutzgebietsverordnung richten.

Jagd im Nationalpark

Die Jagd ist im Nationalpark stark eingeschränkt oder ganz verboten. Ob und in welchem Umfang Wildbestände dort reguliert werden, etwa beim Rotwild, regelt das jeweilige Nationalparkrecht. Ein Nationalpark ist ein nationales Schutzgebiet; davon zu trennen ist das europäische Netz Natura 2000 aus FFH- und Vogelschutzgebieten.

„Nationalpark“ in der Jägerprüfung

Die Prüfung fragt vor allem nach den Schutzkategorien des Bundesnaturschutzgesetzes: Sie sollen aufgezählt und die gesetzlichen Merkmale eines Nationalparks erkannt werden, also Großräumigkeit, besondere Eigenart und ungestörte Naturvorgänge. Eine Fehlerquelle ist die Verwechslung mit dem ähnlich klingenden Naturpark, der im Gesetz als eigene Kategorie daneben steht.

Häufige Fragen zu „Nationalpark“

Darf man in einem Nationalpark jagen?

Nur sehr eingeschränkt oder gar nicht. Ob und wie Wildbestände dort reguliert werden, etwa beim Rotwild, regelt das jeweilige Nationalparkrecht.

Was ist der Unterschied zwischen Nationalpark und Naturschutzgebiet?

Beide stehen unter strengem Schutz, doch der Nationalpark ist großräumiger und auf möglichst ungestörte Naturvorgänge ausgerichtet. Im Nationalpark sind wirtschaftliche Nutzungen wie die Jagd weitgehend ausgeschlossen, im Naturschutzgebiet richten sich Einschränkungen der Jagd nach der jeweiligen Schutzgebietsverordnung.

Wie groß soll die Kernzone eines Nationalparks sein?

Nach den internationalen IUCN-Kriterien sollen mindestens drei Viertel der Fläche Kernzone ohne menschliche Eingriffe sein; § 24 BNatSchG verlangt dies für den überwiegenden Teil des Gebiets.

„Nationalpark“ kommt in 11 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Hege und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Hege

MahdLosungsanalyseLebensraumgestaltungNaturschutzverbandNotzeitLandesjägerschaftÖkosystemKrippeAlle Begriffe aus Hege

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Nationalpark: Bedeutung & Erklärung für die Jägerprüfung | Jagdprüfung.de