Jagdhunde

Erdhund

auch: Bauhund

Erdhunde, auch Bauhunde genannt, sind kleine, mutige und scharfe Jagdhunde wie Teckel und Terrier, die vor allem für die Arbeit im Fuchs- und Dachsbau gezüchtet und ausgebildet werden.

Was ist ein „Erdhund“?

Jagdhunde werden nach ihrer Verwendung in sechs Hauptgruppen eingeteilt: Vorstehhunde, Apportierhunde, Stöberhunde, Bracken, Schweißhunde und Erdhunde. Die Erdhunde sind die Spezialisten für die Baujagd. Sie sind klein genug, um in die unterirdischen Röhren eines Baus einzufahren, und bringen den nötigen Mut und die Schärfe mit, um dort Raubwild wie Fuchs oder Dachs zu stellen. Je nach Rasse und Ausbildung übernehmen sie zusätzlich kurze Stöberarbeit. Bemerkenswert ist die Abgrenzung zum Vollgebrauchshund: Er muss vor und nach dem Schuss brauchbar sein, die Baujagd ist dabei aber ausdrücklich ausgenommen.

Typische Rassen

Bekanntester Vertreter ist der Teckel, auch Dackel genannt. Ihn gibt es in drei Größen und drei Haararten, also in neun Varianten, darunter Rauhaar- und Langhaarteckel. Zu den Terriern gehört der Deutsche Jagdterrier: rauhaarig, schwarz-rot, außerordentlich scharf und vielseitig verwendbar. Der Foxterrier kommt glatt- oder drahthaarig vor und gilt als klassischer Bauhund. Der Parson Russell Terrier ist drahthaarig, überwiegend weiß und besonders wendig.

Arbeit am Bau und Ausbildung

Ziel der Bauarbeit ist meist, den Fuchs zu sprengen, also ihn durch den Hund aus dem Bau zu drücken, damit der Jäger ihn beim Ausfahren erlegen kann. Gelingt das nicht, bietet sich ein direkt anschließender Ansitz am Bau an. Ein erfahrener Erdhund erkennt an einem länger nicht mehr befahrenen Bau, dass er leer ist: Er bewindet die Röhren, nimmt den Bau aber nicht an. Geübt wird in einer Schliefanlage, einer künstlichen Bauanlage. Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen Eignung, Gehorsam, Finderwille und Sicherheit. Ein Risiko bleibt die Ansteckung mit Räude, die ein Hund bei der Arbeit im Fuchsbau aufnehmen kann.

„Erdhund“ in der Jägerprüfung

Fünfzehn unterschiedliche Fragen betreffen Erdhunde. Oft sollen Prüflinge Rassen der Gruppe zuordnen, etwa Teckel, Deutschen Jagdterrier oder Foxterrier. Weitere Fragen behandeln den Begriff Sprengen, die Schliefanlage, das Verhalten am unbefahrenen Bau und die Räudegefahr. Wer nur Teckel kennt und die Terrier vergisst, übersieht einen Teil der Gruppe.

Häufige Fragen zu „Erdhund“

Welche Rassen gehören zu den Erdhunden?

Vor allem Teckel in ihren neun Varianten sowie Terrier wie Deutscher Jagdterrier, Foxterrier und Parson Russell Terrier.

Was bedeutet Sprengen bei der Baujagd?

Der Erdhund drückt das Wild, meist einen Fuchs, aus dem Bau heraus. Draußen kann der Jäger es dann erlegen.

Was ist eine Schliefanlage?

Eine künstlich angelegte Bauanlage, in der Erdhunde die Arbeit unter der Erde üben.

„Erdhund“ kommt in 15 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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