Raubwildschärfe
Raubwildschärfe nennt man die Bereitschaft und Fähigkeit eines Jagdhundes, Raubwild wie Fuchs oder Marder selbstständig anzugreifen, zu packen und abzuwürgen.
Ein raubwildscharfer Hund packt etwa einen kranken Fuchs und tötet ihn oder fängt einen Marder, statt ihn nur zu verbellen. Gefragt ist sie vor allem bei Erdhunden wie Teckeln und Terriern, die im Bau auf den Fuchs treffen. Für andere Arbeiten, etwa die Verlorensuche auf der Wundspur eines Hasen, braucht ein Hund sie nicht.
Die Raubwildschärfe ist eine Form der Schärfe und Teil der weiter gefassten Wildschärfe. Greift ein Hund bei der Jagd selbstständig wehrhaftes Raubwild und tötet es sofort, kann das, wenn es bezeugt ist, beim JGHV als Härtenachweis eingetragen werden.
Verwandte Begriffe
SchärfeSchärfe nennt man die angewölfte Bereitschaft eines Hundes, sich kämpferisch mit einem Gegner auseinanderzusetzen, ihn anzugreifen und zu packen.WildschärfeWildschärfe nennt man die Fähigkeit und Bereitschaft eines Jagdhundes, Raubwild und krankes Wild anzugreifen, schwächeres zur Strecke zu bringen und stärkeres zu stellen.HärteHärte nennt man bei Jagdhunden die Fähigkeit, Schmerz und andere unangenehme Erlebnisse hinzunehmen, ohne sich davon in der Arbeit beeindrucken zu lassen.ErdhundErdhunde sind kleine Jagdhunde, die in den Bau einfahren, dort Fuchs oder Dachs stellen und den Fuchs aus dem Bau sprengen.Deutscher JagdterrierDer Deutsche Jagdterrier ist ein kleiner, schwarz-roter deutscher Terrier, der vor allem für die Baujagd gezüchtet wurde und auch zum Stöbern dient.FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.