Lexikon

Räude

Wildkrankheiten

Räude ist eine durch Milben verursachte Hauterkrankung, die beim Wild vor allem Fuchs, Gams, Steinwild und Wildschwein befällt und auch Hunde ansteckt.

Die wichtigste Form ist die Sarcoptes-Räude: Grabmilben bohren Gänge in die Oberhaut und legen dort ihre Eier ab. Das löst heftigen Juckreiz aus. Die Tiere scheuern sich, verlieren großflächig Haare, die Haut wird dick, borkig und rissig, und sie magern ab. Räudige Füchse sind im Winter oft fast kahl und gehen an Kälte und Entkräftung ein; bei der Gams beginnt die Räude meist am Haupt. In Gams- und Fuchsbeständen kann sie seuchenhaft auftreten und hohe Verluste verursachen.

Übertragen wird die Räude durch direkten Kontakt und über gemeinsam genutzte Baue, Lager und Schlafplätze. Jagdhunde können sich anstecken, etwa bei der Bauarbeit oder beim Apportieren eines räudigen Fuchses; beim Menschen löst die Milbe allenfalls vorübergehend juckende Hautausschläge aus. Für das Wildbret entscheidet der Allgemeinzustand: Stark befallene, abgemagerte Stücke sind nicht genusstauglich. Räudige Füchse fasst der Jäger nur mit Handschuhen an.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion