Bett
Bett heißt in der Jägersprache die Stelle, an der sich Reh- oder Rotwild zum Ruhen niedergetan hat.
Ein Rehbett ist eine flache, ovale Mulde in Gras, Laub oder Schnee; meist hat das Reh sie vorher mit den Vorderläufen freigescharrt. Frische Betten mit Haaren und Losung daneben verraten, dass Wild im Revier steht und wo es seinen Einstand hat.
Hat sich ein krankgeschossenes Stück auf der Flucht niedergetan, spricht man vom Wundbett; Schweiß und Haare darin helfen bei der Nachsuche. Für das Ruhelager anderer Wildarten gibt es eigene Wörter: Der Hase sitzt in der Sasse, Sauen liegen im Kessel.
Verwandte Begriffe
WundbettWundbett heißt die Stelle, an der sich ein krankgeschossenes Stück Wild auf seiner Flucht niedergetan hat.SasseSasse heißt in der Jägersprache die flache Mulde am Boden, in der ein Hase ruht und sich bei Gefahr drückt.KesselKessel heißt in der Jägersprache die erweiterte Wohn- oder Wurfkammer im Bau von Fuchs und Dachs, außerdem das Wurflager der Bache.EinstandEinstand nennt der Jäger den deckungsreichen Bereich, in dem sich ein Stück Wild bevorzugt aufhält, ruht und bei Störung Schutz sucht.LosungLosung nennt die Jägersprache den Kot des Wildes, vom Reh und Hirsch über Hase und Kaninchen bis zu Fuchs und Marder.PlätzenPlätzen nennt der Jäger das Freischarren des Bodens mit den Vorderläufen, mit dem vor allem der Rehbock sein Territorium markiert.