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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Sasse

Die Sasse ist die flache Liegemulde des Feldhasen in der freien Landschaft.

Als Sasse bezeichnet der Jäger die charakteristische, in den Boden gedrückte Liegestelle des Feldhasen. Der Hase nutzt diese offene Mulde als Tagesruheplatz und ist dort trotz freier Umgebung durch sein gut getarntes Fell weitgehend unsichtbar.

Definition

Die Sasse ist eine flache, körperförmige Vertiefung im Boden oder in der Vegetation, die der Feldhase (Lepus europaeus) als Ruheplatz nutzt. Sie wird durch wiederholtes Hineindrücken des Körpers geformt. Anders als Kaninchen graben Hasen keine Bauten, sondern sind auf oberirdische Ruheplätze angewiesen.

Biologische Bedeutung

Der Feldhase liegt in der Sasse meist tagsüber und setzt auf seine Tarnfarbe. Er verlässt die Sasse erst, wenn ein Feind sehr nahe herankommt. Für den Jäger ist das Erkennen von Sassen ein Hinweis auf regelmäßig genutzte Einstände.

Prüfungsrelevanz

In der Jägerprüfung ist die Sasse als charakteristischer Begriff der Jägersprache für den Hasen prüfungsrelevant. Kandidaten müssen die Sasse vom Bau des Kaninchens unterscheiden können.

Relevante Wildarten

Feldhase