Sasse
Sasse heißt in der Jägersprache die flache Mulde am Boden, in der ein Hase ruht und sich bei Gefahr drückt.
Anders als das Wildkaninchen lebt der Feldhase nicht im Bau, sondern oberirdisch. Er wählt die Sasse meist so, dass er von dort gut um sich sehen kann. Bei Gefahr verlässt er sich auf seine Tarnfarbe, legt die Löffel an, drückt sich flach hinein und springt oft erst im letzten Moment auf. Auch die Junghasen werden meist in einer Sasse gesetzt.
Ein Vorstehhund soll vor dem Hasen in der Sasse vorstehen. Jagt ein Hund den Hasen heraus, sagt man, er sticht ihn.
Verwandte Begriffe
FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.BauBau heißt in der Jägersprache die unterirdische Wohnanlage von Fuchs, Dachs, Wildkaninchen und anderen grabenden Tieren.DrückenDrücken heißt in der Jägersprache, dass sich Wild bei Gefahr flach an den Boden legt und regungslos verharrt, statt zu flüchten, etwa Hase, Rehkitz oder Fasan.VorstehenVorstehen nennt man das plötzliche, angespannte Verharren eines Vorstehhundes vor Wild, das er mit der Nase wahrgenommen hat; so zeigt er es dem Jäger an.JunghaseJunghase nennt man den jungen Feldhasen, der als Nestflüchter behaart und mit offenen Augen zur Welt kommt.