Lexikon

Kauplatte

Wildbiologie · auch Dentalplatte

Die Kauplatte ist ein verhorntes Polster vorn im Oberkiefer der Wiederkäuer, das dort statt der Schneidezähne sitzt, etwa bei Reh, Rotwild und Gams.

Sie besteht aus derber, stark verhornter Schleimhaut und dient den Schneidezähnen des Unterkiefers als Gegenlager. Wie mit einer Zange klemmen Wiederkäuer Gras, Kräuter und Triebe zwischen unteren Schneidezähnen und Kauplatte ein und reißen sie ab.

Eine Kauplatte haben alle wiederkäuenden Schalenwildarten, also Reh-, Rot-, Dam-, Sika-, Elch-, Gams-, Stein- und Muffelwild sowie der Wisent, außerdem Rind, Schaf und Ziege. Das Schwarzwild trägt dagegen auch oben Schneidezähne. Hase und Kaninchen haben dort zwei Paar hintereinander: die großen Nagezähne und dahinter kleine Stiftzähne.

Am Verbiss ist der Unterschied zu erkennen: Rehe hinterlassen faserig gequetschte Bissstellen, Hase und Kaninchen schneiden Triebe glatt und schräg ab wie mit einem Messer.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion