Frühjahrsbestand
Der Frühjahrsbestand ist der Wildbestand eines Gebiets vor der Setzzeit, bezogen auf den Beginn des Jagdjahres am ersten April.
Er umfasst alle Stücke, die den Winter überlebt haben, einschließlich der Vorjahrestiere, aber noch nicht den Nachwuchs des neuen Jahres. Auf ihn beziehen sich Zuwachs und Abschussplanung: Beim Rehwild wird der Zuwachs meist auf das weibliche Wild im Frühjahr berechnet, beim Rotwild auf die Alttiere, beim Schwarzwild auf den Gesamtbestand.
Gerade in deckungsreichen Revieren ist der Frühjahrsbestand schwer zu schätzen. Für die Abschussplanung werden deshalb zusätzlich Weiser herangezogen, etwa die Verbissbelastung der Waldverjüngung oder das Fehlen von Pionierbaumarten, in manchen Ländern auch forstliche Gutachten. Beim Feldhasen vergleicht man Zählungen im Frühjahr und im Herbst, um den Zuwachs eines Jahres zu ermitteln.