Wanderfalke
Der Wanderfalke ist der größte in Deutschland brütende Falke, ein kräftiger Vogeljäger, der seine Beute im Sturzflug mit großer Geschwindigkeit schlägt.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDas Weibchen ist etwa so groß wie eine Krähe, das Männchen deutlich kleiner. Altvögel haben eine schiefergraue Oberseite, eine dunkle Kopfkappe mit breitem schwarzem Bartstreif und eine helle, fein quergebänderte Unterseite; Jungvögel sind brauner und längs gefleckt. Im Flug wirkt er gedrungen, mit breiter Brust, spitzen, an der Basis breiten Flügeln und kurzem Stoß.
Er jagt Tauben, Stare, Drosseln und andere Vögel und schlägt sie fast immer im freien Luftraum, nur selten am Boden; getötet wird die Beute mit einem Biss ins Genick. Im Sturzflug erreicht er weit über 200 Kilometer in der Stunde. Er brütet an Felsen, Kirchtürmen, Industrieanlagen und Brücken, im Nordosten auch wieder in alten Horsten auf Bäumen. Nach dem Zusammenbruch der Bestände durch Umweltgifte bis in die 1970er Jahre hat er sich dank Schutzmaßnahmen erholt.
Als Falke zählt er nach dem Bundesjagdgesetz zum Federwild und ist zugleich streng geschützt; nicht in jedem Land unterliegt er dem Jagdrecht.