Wildbiologie

Waldschnepfe

auch: Scolopax rusticola

Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist ein heimlich lebender Schnepfenvogel feuchter Wälder. Kennzeichen sind der lange, gerade Stecher, das laubfarbene Tarngefieder und weit hinten sitzende Augen.

Was ist die „Waldschnepfe“?

Die Waldschnepfe gehört zu den Limikolen oder Schnepfenvögeln, lebt aber anders als die meisten Watvögel nicht am offenen Ufer, sondern im Wald. Bevorzugt werden feuchte Laubwälder entlang von Bächen oder in Brüchen. Ihren Schnabel nennt der Jäger Stecher; mit ihm stochert sie im Boden nach Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Die weit hinten am Kopf sitzenden Augen und der quer gebänderte Scheitel ergänzen das Bild. Hahn und Henne sehen äußerlich gleich aus. Je nach Herkunft und Witterung zieht die Waldschnepfe, zieht nur teilweise oder überwintert: Zahlreiche nördliche und östliche Vögel wandern im Herbst in Richtung West- und Südeuropa, während in milden Gegenden einige den Winter über bleiben.

Schnepfenstrich, Quorren und Puitzen

Die Balz der Waldschnepfe ist unverwechselbar. In der Dämmerung fliegt der Hahn seinen Balzflug, den Schnepfenstrich. Dabei sind zwei Laute zu hören: das Quorren, ein tiefer Ruf, und das Puitzen, ein hoher Pfiff. Das Wort Strich meint hier also den Balzflug und darf nicht mit dem gewöhnlichen Zug verwechselt werden. Die Waldschnepfe brütet am Boden; nur die Henne brütet und führt die Jungen, die als Nestflüchter schlüpfen. Als Trophäen gelten der Schnepfenbart und die Malerfedern, die vor der ersten Handschwinge sitzen. Fein gehackte, in Butter geröstete Eingeweide der Schnepfe gelten traditionell als Delikatesse.

Jagdrechtliche Einordnung

Die Waldschnepfe unterliegt dem Jagdrecht und ist die Schnepfenart, die in Deutschland bejagt wird. Ob und wann sie bejagt werden darf, richtet sich nach den Jagdzeitenregelungen von Bund und Ländern. § 19 Abs. 1 Nr. 14 BJagdG verbietet, im Frühjahr die Such- und Treibjagd auf Waldschnepfen auszuüben. Vom Nachtjagdverbot für Federwild ist die Waldschnepfe dagegen ausgenommen. Nach der Bundeswildschutzverordnung darf sie nur nicht gewerbsmäßig abgegeben werden. Als Schrotgröße werden Nummer 7 bis 9 mit 2,0 bis 2,5 mm genannt.

„Waldschnepfe“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird nach Lebensraum, Brutplatz am Boden und der Frage, ob sich die Geschlechter äußerlich unterscheiden lassen – was verneint wird. Häufig geht es auch um die Bejagung: Sie findet im Herbst bei Such- und Treibjagd statt, während die Frühjahrsjagd in dieser Form verboten ist. Weitere Themen sind Trophäen, die Ausnahme vom Nachtjagdverbot und Balzlaute. Eine Fehlerquelle ist das Gleichsetzen von Schnepfenstrich und Zug.

Häufige Fragen zu „Waldschnepfe“

Wo lebt die Waldschnepfe?

In feuchten, strukturreichen Wäldern, vor allem in Laubwäldern an Bächen und in Brüchen. Dort brütet sie auch am Boden.

Was ist der Schnepfenstrich?

Der Balzflug des Hahns in der Dämmerung, begleitet von tiefem Quorren und hohem Puitzen.

Wann wird die Waldschnepfe bejagt?

Im Herbst im Rahmen von Such- und Treibjagden. Im Frühjahr sind beide Jagdarten auf die Schnepfe nach § 19 Abs. 1 Nr. 14 BJagdG untersagt; die Jagdzeiten richten sich nach den Regelungen von Bund und Ländern.

„Waldschnepfe“ kommt in 42 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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