Zugvogel
Zugvögel sind Vogelarten, die jedes Jahr zwischen ihrem Brutgebiet und einem oft weit entfernten Winterquartier hin- und herziehen.
Langstreckenzieher wie Wespenbussard, Schwarzmilan, Wiesenweihe, Baumfalke, Weiß- und Schwarzstorch, Wachtel und Turteltaube überwintern meist in Afrika südlich der Sahara. Kurzstreckenzieher wie Rotmilan, Kiebitz, Feldlerche und viele Waldschnepfen ziehen nur bis West- oder Südeuropa. Bei Teilziehern wie Ringeltaube, Stockente oder Mäusebussard zieht nur ein Teil der Vögel, der Rest bleibt.
Der Wegzug im Herbst und der Heimzug im Frühjahr folgen festen Zeiten; zur Orientierung nutzen die Vögel Sonne, Sterne und das Magnetfeld der Erde. Arten aus dem Norden, die bei uns überwintern, sind aus unserer Sicht Wintergäste.
Die EU-Vogelschutzrichtlinie verlangt, dass jagdbare Zugvögel weder während der Brut- und Aufzuchtzeit noch auf dem Rückzug zu ihren Brutplätzen bejagt werden.