Lexikon

Zugvogel

Wildbiologie

Zugvögel sind Vogelarten, die jedes Jahr zwischen ihrem Brutgebiet und einem oft weit entfernten Winterquartier hin- und herziehen.

Langstreckenzieher wie Wespenbussard, Schwarzmilan, Wiesenweihe, Baumfalke, Weiß- und Schwarzstorch, Wachtel und Turteltaube überwintern meist in Afrika südlich der Sahara. Kurzstreckenzieher wie Rotmilan, Kiebitz, Feldlerche und viele Waldschnepfen ziehen nur bis West- oder Südeuropa. Bei Teilziehern wie Ringeltaube, Stockente oder Mäusebussard zieht nur ein Teil der Vögel, der Rest bleibt.

Der Wegzug im Herbst und der Heimzug im Frühjahr folgen festen Zeiten; zur Orientierung nutzen die Vögel Sonne, Sterne und das Magnetfeld der Erde. Arten aus dem Norden, die bei uns überwintern, sind aus unserer Sicht Wintergäste.

Die EU-Vogelschutzrichtlinie verlangt, dass jagdbare Zugvögel weder während der Brut- und Aufzuchtzeit noch auf dem Rückzug zu ihren Brutplätzen bejagt werden.

Verwandte Begriffe

Fragen zu diesem Begriff üben

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion