Jagdpraxis · Jägersprache

Verblasen

auch: Strecke verblasen

Verblasen bedeutet, die gelegte Strecke nach einer Gesellschaftsjagd mit Jagdhornsignalen zu ehren. Dabei werden die Totsignale der erlegten Wildarten geblasen, abschließend folgt das Halali.

Was bedeutet „Verblasen“?

Verblasen ist ein Begriff aus dem jagdlichen Brauchtum. Gemeint ist das feierliche Blasen der Totsignale über dem erlegten Wild, meist in der Wendung „die Strecke verblasen“. Es findet am Ende einer Gesellschaftsjagd statt, nachdem das Wild zur Strecke gelegt wurde. Mit den Signalen erweisen die Jäger jedem Stück die letzte Ehre. Nach dem Verblasen erklingt das Halali als feierlicher Abschluss der Jagd. Das Legen und Verblasen der Strecke gehört zusammen mit Jagdsignalen, Bruchzeichen und Jägersprache zum jagdlichen Brauchtum. Außerhalb der Jagd kennt man das Wort auch in anderem Sinn: So heißt es etwa, dass der Wind die leichten Samen von Pionierbaumarten weit verbläst.

Aufstellung und Ablauf beim Verblasen der Strecke

Beim Streckelegen wird das Wild nach festen Regeln aufgereiht: das stärkste Wild oben, danach absteigend nach Rang. In der Regel folgen Rotwild, Damwild, Gamswild, Muffelwild, Schwarzwild und Rehwild, anschließend das Niederwild; Rehwild liegt also am unteren Ende der Schalenwildstrecke. Jedes Stück ruht auf der rechten Seite, das Haupt zeigt nach links. Zum Verblasen nehmen die Beteiligten feste Plätze ein, wobei es regional verschiedene Regelungen gibt. Nach der geläufigen Ordnung steht der Jagdherr vor der Strecke, sodass er den Stücken ins Gesicht schaut. Die Schützen stellen sich mit ihren Waffen ebenfalls vor der Strecke auf, hinter dem Jagdherrn. Die Bläser haben ihren Platz hinter der Strecke. Nacheinander werden dann die Totsignale geblasen, am Schluss das Halali.

Das Jagdhorn im heutigen Jagdbetrieb

Das Jagdhorn hat auch heute noch praktischen Nutzen. Mit seinen Signalen wird eine Jagd geleitet: Anblasen, Hahn in Ruh und Abblasen gliedern den Ablauf, und ein dreimal kurz wiederholtes Notsignal ruft Hilfe herbei. Das Verblasen der Strecke ist die feierliche Seite dieser Verständigung.

„Verblasen“ in der Jägerprüfung

Die Prüfung fragt vor allem nach der Aufstellung beim Verblasen: wo Jagdherr, Schützen und Bläser stehen. Außerdem sollen Prüflinge Bereiche des Brauchtums zuordnen können, zu denen das Legen und Verblasen der Strecke zählt, und die Aufgaben des Jagdhorns im Jagdbetrieb beschreiben. Eine häufige Fehlerquelle ist die Reihenfolge beim Streckelegen, besonders die Einordnung des Rehwilds.

Häufige Fragen zu „Verblasen“

Welchen Platz nehmen die Jagdhornbläser beim Verblasen ein?

Die Bläser stehen hinter der Strecke. Jagdherr und Schützen stellen sich davor auf und blicken den Stücken ins Gesicht.

Welches Signal folgt nach dem Verblasen der Strecke?

Nach den Totsignalen wird das Halali geblasen. Es bildet den feierlichen Abschluss der Jagd.

Wie liegt das Wild auf der Strecke?

Jedes Stück liegt auf der rechten Körperseite mit dem Haupt nach links. Das stärkste Wild liegt oben, die übrigen folgen absteigend nach Rang.

„Verblasen“ kommt in 6 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Jagdpraxis und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Jagdpraxis

VersorgenTrichinenprobeWaidblattTreibjagdWaidmannsdankWaidmannsheilWarnbruchSicherheitswinkelAlle Begriffe aus Jagdpraxis

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Verblasen: Bedeutung in der Jägersprache | Jagdprüfung.de