Trollen
Trollen heißt in der Jägersprache der Trab des Schalenwildes, die Gangart zwischen dem ruhigen Ziehen im Schritt und der schnellen Flucht.
Ein trollendes Stück bewegt sich zügig, aber ohne Hast, etwa ein Rudel Rotwild, das über eine Schneise wechselt. Vom Fuchs sagt man dagegen, er schnürt.
Nach dem Schuss verrät die Gangart oft, wo die Kugel sitzt: Schlägt ein Rehbock beim Schuss hinten aus und trollt dann mit krummem Rücken einer Dickung zu, deutet das auf einen Weidwundschuss.
Verwandte Begriffe
ZiehenZiehen heißt in der Jägersprache die ruhige Fortbewegung des Schalenwildes im Schritt; bei Zugvögeln meint es dagegen die Wanderung in die Winterquartiere.SchnürenSchnüren heißt in der Jägersprache die geradlinige Gangart von Fuchs und Wolf, bei der die Trittsiegel wie an einer Schnur aufgereiht hintereinander liegen.VerhoffenVerhoffen heißt in der Jägersprache, dass ziehendes oder flüchtendes Wild, vor allem Schalenwild, plötzlich stehen bleibt, um zu sichern.WeidwundschussEin Weidwundschuss ist ein Treffer in die Bauchhöhle hinter dem Zwerchfell, bei dem das Geschoss Pansen, Magen oder Därme verletzt.SchusszeichenSchusszeichen sind die Reaktionen, die ein beschossenes Stück Wild im Augenblick des Schusses zeigt, also sein Zeichnen, beim Federwild etwa das Himmeln.SchalenwildSchalenwild ist der Sammelbegriff für die dem Jagdrecht unterliegenden Paarhufer, die auf zwei Hauptklauen, den Schalen, laufen.