Verhoffen
Verhoffen heißt in der Jägersprache, dass ziehendes oder flüchtendes Wild, vor allem Schalenwild, plötzlich stehen bleibt, um zu sichern.
Das Stück hebt dabei meist das Haupt, dreht die Lauscher und prüft mit Lichtern und Windfang, was es beunruhigt hat. Für den Jäger ist dieser Augenblick oft die Gelegenheit, sicher anzusprechen und zu schießen. Ziehendes Rehwild bringt man durch einen kurzen Pfiff oder durch Fiepen zum Verhoffen, Rotwild durch Mahnen, das Nachahmen seines Kontaktlauts. Winken oder lautes Rufen taugen dafür nicht.
Verwandte Begriffe
SichernSichern heißt in der Jägersprache, dass Haar- oder Federwild aufmerksam seine Umgebung mit allen Sinnen nach Gefahren prüft.ZiehenZiehen heißt in der Jägersprache die ruhige Fortbewegung des Schalenwildes im Schritt; bei Zugvögeln meint es dagegen die Wanderung in die Winterquartiere.ÄugenÄugen heißt in der Jägersprache das Sehen des Wildes; hat ein Stück den Jäger entdeckt, sagt man, es hat ihn eräugt.FiepenFiepen nennt der Jäger die hohen, feinen Kontaktlaute des Rehwildes, mit denen sich Ricke und Kitz verständigen.AnsprechenAnsprechen heißt in der Jägersprache, ein Stück Wild vor dem Schuss sicher zu bestimmen: Wildart, Geschlecht, Alter und Verfassung.