Schnüren
Schnüren heißt in der Jägersprache die geradlinige Gangart von Fuchs und Wolf, bei der die Trittsiegel wie an einer Schnur aufgereiht hintereinander liegen.
Im ruhigen Trab setzt das Tier die Hinterläufe in die Abdrücke der Vorderläufe. So entsteht eine schmale, fast gerade Spur, die im Schnee besonders gut zu sehen ist. In den Trittsiegeln des Fuchses sind dabei vier Zehen mit Krallenabdrücken zu erkennen.
Dachs, Marderhund und Waschbär schnüren nicht; vom Dachs sagt man stattdessen, er nagelt. Die Spur eines Hundes verläuft meist weniger gerade.
Verwandte Begriffe
SpurSpur heißt in der Jägersprache die Folge der Abdrücke, die Haarwild außer dem Schalenwild hinterlässt, etwa Hase, Fuchs, Marder oder Wolf.TrittsiegelTrittsiegel heißt der Abdruck, den ein einzelner Lauf oder Fuß im Boden hinterlässt, beim Schalenwild ebenso wie bei Hase, Raubwild und Federwild.FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.WolfDer Wolf ist das größte frei lebende hundeartige Raubtier Deutschlands, das in Rudeln aus Elterntieren und Nachwuchs lebt und vor allem Schalenwild jagt.