Schlagen
Vom Schlagen spricht man, wenn ein Hirsch oder Rehbock mit dem verfegten Geweih oder Gehörn heftig gegen junge Bäume und Sträucher schlägt.
Anders als beim Fegen geht es nicht mehr um den Bast. Das Schlagen dient der Markierung und dem Imponieren gegenüber Rivalen, beim Rothirsch vor allem vor und in der Brunft, beim Rehbock im Territorium vom Frühjahr bis in den Sommer. An Schlagstellen sind Zweige geknickt und die Rinde verletzt; solche Schlagschäden können junge Bäume zum Absterben bringen.
Auch der Damhirsch hinterlässt in der Brunft Schlagstellen an jungen Bäumen und Ästen. Bei Greifvögeln und Eulen bedeutet schlagen dagegen, Beute mit den Fängen zu greifen.
Verwandte Begriffe
FegenFegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.FegeschadenEin Fegeschaden ist die Verletzung junger Bäume, an denen Rehböcke oder Hirsche ihr Gehörn oder Geweih reiben und dabei die Rinde abschürfen.BrunftBrunft heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild, aber auch bei Gams- und Muffelwild.PlätzenPlätzen nennt der Jäger das Freischarren des Bodens mit den Vorderläufen, mit dem vor allem der Rehbock sein Territorium markiert.FängeFänge heißen in der Jägersprache die Füße der Greifvögel und Eulen, mit deren langen, spitzen Krallen sie ihre Beute ergreifen und festhalten.