Hege

Scheinwerfertaxation

auch: Scheinwerferzählung

Die Scheinwerfertaxation ist eine direkte Zählmethode, bei der Wild wie Feldhasen oder Rehe nachts mit dem Scheinwerfer auf Feldflächen erfasst wird, um den Bestand einzuschätzen.

Was ist die Scheinwerfertaxation?

Bei der Scheinwerfertaxation wird im Dunkeln mit einem Scheinwerfer über Ackerflächen geleuchtet, und die dabei sichtbaren Stücke werden gezählt. Sie zählt zu den direkten Methoden der Wildbestandserfassung, weil die Tiere selbst erfasst werden und nicht nur ihre Spuren. Eingesetzt wird sie vor allem beim Feldhasen, der nachts die offene Feldflur nutzt. Andere direkte Verfahren sind Zählungen am Balzplatz, etwa bei Birk- und Auerwild, sowie planmäßige Reviergänge, bei denen systematisch beobachtet und gezählt wird.

Einsatz in der Niederwildhege

Beim Feldhasen dient die Scheinwerfertaxation dazu, die Besatzdichte einzuschätzen; alternativ kann das auch über die Beobachtung im Revier geschehen. Zu den Maßnahmen für den Hasen gehören Blühstreifen, Brachen und Altgrasstreifen, Hecken und Feldraine, Stoppelbrachen als Winterdeckung sowie eine wildtierfreundliche Mahd. Prädatorenmanagement gilt nur zusammen mit einer Verbesserung des Lebensraums als sinnvoll.

Bezug zur Abschussplanung

Wildtiermanagement arbeitet mit Abschussplan, Streckenliste, Monitoring und Wildschadensmanagement. Eine Wildbestandserhebung ist neben Verbissgutachten und den Streckenzahlen der Vorjahre eine der Grundlagen des Abschussplans. In NRW gilt ein Abschussplan nur für Schalenwild außer Schwarz- und Rehwild; auch erlegtes Rehwild ist aber in die Streckenliste einzutragen, und die Jahresstrecke ist der unteren Jagdbehörde zu melden. Welche Zählmethode wann gefordert ist, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht und der Wildart.

Einordnung für die Jägerprüfung

Die Scheinwerfertaxation gehört in das Sachgebiet Wildhege und Wildtiermanagement. Sie wird gebraucht, wenn Methoden der Bestandsermittlung unterschieden oder die Besatzeinschätzung beim Feldhasen erklärt werden soll. Wichtig ist die Einordnung als direkte Methode, bei der die Tiere selbst und nicht ihre Spuren gezählt werden. Sie ergänzt die Bestandserhebung, die neben Verbissgutachten und Vorjahresstrecken in die Abschussplanung einfließt.

Häufige Fragen zu „Scheinwerfertaxation“

Für welche Wildarten nutzt man die Scheinwerfertaxation?

Vor allem für Feldhasen und Rehe, die nachts auf Äckern stehen. Für Birk- und Auerwild ist dagegen die Zählung am Balzplatz gebräuchlich.

Ist die Scheinwerfertaxation eine direkte oder indirekte Methode?

Sie ist eine direkte Methode, weil die Tiere selbst gezählt werden. Auch systematische Reviergänge mit Beobachtung und Zählung gehören zu dieser Gruppe.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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