Lexikon

Muskelmagen

Wildbiologie

Der Muskelmagen ist der hintere, dickwandige Teil des Vogelmagens, in dem kräftige Muskeln die Nahrung zerreiben, bei Körnerfressern mithilfe verschluckter Steinchen.

Vögel haben keine Zähne; das Zerkleinern übernimmt der Muskelmagen. Davor liegt der Drüsenmagen, in dem Verdauungssäfte zur Nahrung kommen. Eine harte, hornartige Schicht schützt die Innenwand des Muskelmagens. Körner- und Pflanzenfresser wie Hühnervögel, Tauben, Gänse und Enten haben einen besonders kräftigen Muskelmagen und nehmen laufend kleine Steinchen auf, die Magensteine.

Bei Greifvögeln und Eulen ist er schwächer ausgebildet; in ihm formen sich die Gewölle, die sie später auswürgen. Mit dem Wiederkäuermagen hat er nichts zu tun. Beim Aufbrechen von Federwild wird er mit dem übrigen Gescheide entnommen; nach der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung gilt eine Entzündung von Drüsen- oder Muskelmagen als bedenkliches Merkmal.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion