Wildbiologie

Eule

auch: Eulen, Strigiformes, Nachtgreifvögel

Eulen (Ordnung Strigiformes) sind nacht- und dämmerungsaktive Nachtgreifvögel mit Gesichtsschleier, lautlosem Flug und sehr gutem Gehör; alle heimischen Arten sind streng geschützt.

Was ist eine „Eule“?

Eulen jagen vorwiegend in Dämmerung und Nacht. Dafür sind sie besonders ausgestattet: Sie tragen einen Gesichtsschleier, sehen in der Dämmerung gut, hören ausgezeichnet und fliegen nahezu geräuschlos. Auf dem Speiseplan stehen je nach Art vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Kleinvögel, Insekten, Amphibien und weitere kleine Tiere. Unverdauliche Reste würgen Eulen als Gewölle wieder aus. Rechtlich unterscheiden sie sich von Greifvögeln und Falken: Diese können dem Jagdrecht unterliegen, Eulen dagegen sind vor allem nach Naturschutzrecht, der EU-Vogelschutzrichtlinie und den Zugriffsverboten des Bundesnaturschutzgesetzes zu lernen.

Die wichtigsten heimischen Arten

Der Uhu ist die größte europäische Eule. Er trägt Federohren, ruft tief und weit hörbar und kann sogar einen Hasen schlagen. Der Waldkauz ist kompakt, häufig, hat keine Federohren und fällt durch seinen heulenden Ruf auf. Die Schleiereule besitzt einen hellen, herzförmigen Gesichtsschleier und brütet als Kulturfolger in Scheunen und Kirchtürmen; sie und der Waldkauz haben dunkle Augen. Die schlanke Waldohreule mit langen Federohren nutzt gern alte Krähen- oder Elsternester. Der Steinkauz lebt in Obstwiesen und offener Kulturlandschaft. Die Sumpfohreule brütet am Boden. Der Sperlingskauz ist die kleinste europäische Eule, der Raufußkauz eine kleine Waldeule in Spechthöhlen.

Schutz, Haltung und Lebensraum

Das Artenschutzrecht schützt sowohl die Eulen selbst als auch ihre Brutstätten. Wer sich im Revier bewegt, meidet daher Störungen an Bruthöhlen, Horsten, Brutplätzen in Gebäuden und Schlafplätzen. Wer Eulen halten will, muss die artenschutzrechtlichen Vorgaben beachten und braucht je nach Bundesland eine behördliche Erlaubnis; verletzte Tiere gehören in fachkundige Hände. Für die Hege sind mäusereiche Wiesen, Streuobst, Hecken, Altbäume und Höhlenbäume wertvoll. Schleiereulen brauchen offene Einflüge in Scheunen oder Nistkästen, Steinkäuze alte Obstbäume und kurzrasige Flächen.

„Eule“ in der Jägerprüfung

Neunzehn unterschiedliche Fragen im Bestand betreffen Eulen. Häufig geht es um das Gewölle und wie man es von dem eines Greifvogels unterscheidet: Eulengewölle enthält gut erkennbare Knochen, Greifvogelgewölle in der Regel nicht. Weitere Fragen zielen auf die größte Art, den Bodenbrüter unter den Eulen, die Augenfarbe, die Nutzung fremder Nester und die Erlaubnispflicht bei der Haltung. Ein typischer Fehler ist, Eulen rechtlich mit Falken gleichzusetzen.

Häufige Fragen zu „Eule“

Welche ist die größte Eule in Deutschland?

Der Uhu. Er ist zugleich die größte europäische Eule und kräftig genug, um einen Hasen zu schlagen.

Woran erkennt man ein Eulengewölle?

Es enthält gut erkennbare Knochenteile der Beutetiere. Im Gewölle von Greifvögeln fehlen Knochen dagegen weitgehend.

Welche Eule brütet am Boden?

Die Sumpfohreule. Sie ist eine Art des Offenlandes mit kurzen Federohren und lebt oft in Mooren und Feuchtwiesen.

„Eule“ kommt in 19 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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