Monokultur
Als Monokultur bezeichnet man den großflächigen Anbau nur einer Pflanzenart, auf dem Acker oft mehrere Jahre hintereinander, im Wald als Reinbestand einer Baumart.
Im engeren Sinn meint der Landwirt damit den Daueranbau derselben Kultur ohne Fruchtfolge, etwa Mais nach Mais. Umgangssprachlich wird jede große, einheitlich bestellte Fläche so genannt. Im Wald spricht man bei großen Flächen aus nur einer Baumart, etwa Fichte, von Reinbeständen. Solche Bestände sind anfälliger: Schädlinge und Krankheiten breiten sich leichter aus, und reine Fichtenbestände werden häufiger vom Sturm geworfen.
Für das Wild sind Monokulturen strukturarm. Auf dem Feld fehlen Ackerwildkräuter, Säume und die Abwechslung verschiedener Kulturen, und mit der Ernte verschwinden Deckung und Äsung auf einen Schlag. Große Maisflächen bieten zwar dem Schwarzwild gute Bedingungen, dem Niederwild aber wenig. Nadelholzmonokulturen haben kaum Unterwuchs und damit wenig Äsung für Reh und Rotwild.