Lexikon

Luderplatz

Hege · Jägersprache

Ein Luderplatz ist eine Stelle, an der Luder, etwa Aufbruch von Wild, ausgelegt wird, um Fuchs und anderes Raubwild anzulocken und zu erlegen.

Luder heißt in der Jägersprache Aas, das als Köder dient. Der Platz liegt meist im Feld oder am Waldrand, gut einsehbar von einem Ansitz aus und mit Rücksicht auf den Wind. Bejagt wird vor allem im Winter, bei Mondlicht oder Schnee. Damit Füchse das Luder nicht verschleppen und die Witterung lange hält, kommt es oft in einen Luderschacht, eine senkrecht eingegrabene Röhre aus Beton oder Kunststoff.

Als Luder dient in der Regel Aufbruch von gesund erlegtem Wild aus dem eigenen Revier. Verendete Haustiere, Schlachtabfälle und Aufbruch von krankem Wild unterliegen dagegen dem Recht der tierischen Nebenprodukte und dürfen nicht einfach ausgelegt werden. Auf Aufbruch von Schwarzwild wird wegen der Gefahr von Tierseuchen wie der Schweinepest meist ganz verzichtet.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion