Afrikanische Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest ist eine meist tödliche Viruserkrankung von Haus- und Wildschweinen, die für den Menschen ungefährlich ist.
Das Virus ist äußerst widerstandsfähig und bleibt in Blut, Kadavern und Fleischwaren lange ansteckend, in gefrorenem Fleisch mehrere Jahre. Es verbreitet sich durch Kontakt mit kranken oder verendeten Tieren, über Blut und achtlos weggeworfene Speisereste wie eine Wurstsemmel sowie über Kleidung, Fahrzeuge und Jagdausrüstung. Fast jedes angesteckte Stück erkrankt. Kranke Sauen fiebern hoch, verlieren die Scheu, flüchten kaum, schwanken und suchen kühle, feuchte Stellen wie Suhlen auf; beim Aufbrechen fallen Blutungen in Organen und Lymphknoten auf.
In der EU ist kein Impfstoff zugelassen. In Deutschland wurde die Seuche im September 2020 erstmals bei einem Wildschwein in Brandenburg festgestellt. Schon der Verdacht ist meldepflichtig: Wer ein verendetes Wildschwein findet, fasst es nicht an, notiert den Fundort und informiert sofort das Veterinäramt. Danach werden Kleidung, Schuhe, Fahrzeug und Hund gereinigt. Niedrige Schwarzwildbestände senken das Risiko, dass sich die Seuche ausbreitet.