Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen an Eichen fressen und Brennhaare tragen, die bei Mensch und Hund starke Reizungen auslösen.
Die Raupen leben gesellig und ziehen abends in langen Reihen, den Prozessionen, vom Nest zum Fressen in die Krone. Tagsüber sitzen sie in Gespinstnestern am Stamm und an starken Ästen. Ab dem dritten Larvenstadium tragen sie feine, hohle Brennhaare mit Widerhaken, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Die Haare brechen leicht ab, werden mit dem Wind verweht und reichern sich in Nestern, Laub und Bodenbewuchs an; alte Nester bleiben lange gefährlich.
Beim Menschen verursachen die Haare juckenden Ausschlag, Augenentzündungen und Atembeschwerden. Hunde nehmen sie beim Schnüffeln mit Nase, Zunge und Lefzen auf; Speichelfluss, Schwellungen und abgestorbene Stellen an der Zunge sind möglich, ein Fall für den Tierarzt. Befallene Eichen verlieren Laub, sterben aber meist nicht ab. Der Falter selbst ist unscheinbar grau und harmlos.
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