Lexikon

Stieleiche

Wald und Feld · auch Sommereiche, Deutsche Eiche

Die Stieleiche ist eine heimische Eiche, deren Eicheln an langen Stielen hängen, während ihre Blätter fast ungestielt am Zweig sitzen.

Zweig einer Stieleiche mit fast stiellosen, gelappten Blättern mit Öhrchen am Grund und zwei Eicheln an einem langen gemeinsamen StielMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Zweig der Stieleiche mit Eicheln · KI-generierte Illustration

Die Blätter sind unregelmäßig gelappt und tragen am Grund zwei kleine Öhrchen. Ihr Stiel misst nur wenige Millimeter, der gemeinsame Stiel der Eicheln dagegen mehrere Zentimeter. Bei der Traubeneiche ist es umgekehrt: Das Blatt ist deutlich gestielt, die Eicheln sitzen fest am Zweig. Die Borke ist dick und tief längsrissig, die Knospen drängen sich an der Triebspitze.

Die Stieleiche braucht viel Licht, wird sehr alt und liefert hartes, dauerhaftes Holz. Sie verträgt schwere, feuchte und zeitweise überflutete Böden und wächst daher auch im Auwald. In Mastjahren, wenn die Bäume besonders reich fruchten, sind die Eicheln energiereiche Nahrung für Schwarzwild, Reh- und Rotwild, Eichelhäher und Eichhörnchen. Der Häher versteckt Eicheln als Vorrat und sät die Eiche so weiter aus.

Schalenwild verbeißt junge Eichen besonders stark, deshalb kommen sie ohne Schutz oft nicht hoch. Im Brauchtum zählt die Eiche zu den bruchgerechten Holzarten.

Verwandte Begriffe

Fragen zu diesem Begriff üben

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion