Stieleiche
Die Stieleiche ist eine heimische Eiche, deren Eicheln an langen Stielen hängen, während ihre Blätter fast ungestielt am Zweig sitzen.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDie Blätter sind unregelmäßig gelappt und tragen am Grund zwei kleine Öhrchen. Ihr Stiel misst nur wenige Millimeter, der gemeinsame Stiel der Eicheln dagegen mehrere Zentimeter. Bei der Traubeneiche ist es umgekehrt: Das Blatt ist deutlich gestielt, die Eicheln sitzen fest am Zweig. Die Borke ist dick und tief längsrissig, die Knospen drängen sich an der Triebspitze.
Die Stieleiche braucht viel Licht, wird sehr alt und liefert hartes, dauerhaftes Holz. Sie verträgt schwere, feuchte und zeitweise überflutete Böden und wächst daher auch im Auwald. In Mastjahren, wenn die Bäume besonders reich fruchten, sind die Eicheln energiereiche Nahrung für Schwarzwild, Reh- und Rotwild, Eichelhäher und Eichhörnchen. Der Häher versteckt Eicheln als Vorrat und sät die Eiche so weiter aus.
Schalenwild verbeißt junge Eichen besonders stark, deshalb kommen sie ohne Schutz oft nicht hoch. Im Brauchtum zählt die Eiche zu den bruchgerechten Holzarten.