Drücken
Drücken heißt in der Jägersprache, dass sich Wild bei Gefahr flach an den Boden legt und regungslos verharrt, statt zu flüchten, etwa Hase, Rehkitz oder Fasan.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDer Feldhase drückt sich in die Sasse, eine flache Mulde, und springt oft erst auf, wenn man fast auf ihn tritt. Rehkitze und Rotwildkälber drücken sich in den ersten Lebenswochen in Gras oder Deckung; deshalb sind Kitze bei der Mahd so gefährdet. Auch Rebhuhn, Fasan und Wachtel drücken sich häufig, oft so fest, dass der Vorstehhund sie anzeigen kann.
In anderer Bedeutung drückt der Jäger das Wild: Bei der Drückjagd gehen Treiber langsam durch die Einstände, damit das Wild ruhig vor die Schützen zieht.
Verwandte Begriffe
SasseSasse heißt in der Jägersprache die flache Mulde am Boden, in der ein Hase ruht und sich bei Gefahr drückt.KitzKitz heißt das Jungtier von Reh-, Gams- und Steinwild im ersten Lebensjahr; beim Reh unterscheidet man Bockkitz und Rickenkitz.KitzrettungKitzrettung nennt man alle Maßnahmen, die Rehkitze vor dem Tod im Mähwerk bewahren, vor allem das Absuchen der Wiesen unmittelbar vor der Mahd.VorstehenVorstehen nennt man das plötzliche, angespannte Verharren eines Vorstehhundes vor Wild, das er mit der Nase wahrgenommen hat; so zeigt er es dem Jäger an.DrückjagdDie Drückjagd ist eine Bewegungsjagd vor allem auf Schalenwild, bei der wenige Treiber und Hunde das Wild ruhig aus seinen Einständen drücken.