Schrecken
Schrecken nennt der Jäger den rauen, bellenden Warnlaut, den vor allem Rehwild, aber auch Rotwild bei Störung oder Gefahr ausstößt.
Ein Reh schreckt, wenn es etwas wahrnimmt, das es nicht sicher einordnen kann, etwa die Witterung oder eine Bewegung des Jägers. Oft schreckt es mehrmals hintereinander und springt dabei ab; Bock und Ricke schrecken gleichermaßen.
Auch lang anhaltendes Schrecken ist normales Verhalten und kein Krankheitszeichen. Für den Jäger ist es ein Warnsignal: Das Wild ist aufmerksam geworden, Ansitz oder Pirsch sind verraten. Beim Blatten wird das Schrecken nicht nachgeahmt, gelockt wird mit dem Fiepen.
Verwandte Begriffe
FiepenFiepen nennt der Jäger die hohen, feinen Kontaktlaute des Rehwildes, mit denen sich Ricke und Kitz verständigen.VerhoffenVerhoffen heißt in der Jägersprache, dass ziehendes oder flüchtendes Wild, vor allem Schalenwild, plötzlich stehen bleibt, um zu sichern.WitterungWitterung heißt in der Jägersprache der Geruch, den Wild und Mensch verbreiten oder in der Fährte hinterlassen, und auch der Geruchssinn, der ihn wahrnimmt.RehwildRehwild ist die jagdliche Bezeichnung für das Reh, die kleinste und am weitesten verbreitete Schalenwildart Deutschlands; nur der Bock trägt ein Gehörn.BlattjagdDie Blattjagd ist die Lockjagd auf den Rehbock in der Blattzeit, bei der der Jäger mit einem Blatter die Laute von Ricke oder Kitz nachahmt.