Verfärben
Verfärben nennt der Jäger den Haarwechsel des Haarwildes, beim Schalenwild den Wechsel von der Sommer- zur Winterdecke und zurück.
Beim Reh fällt das Frühjahrsverfärben meist in den April und Mai, bei manchen Stücken reicht es bis in den Juni; das Herbstverfärben liegt im September und Oktober. Im Frühjahr wird aus der graubraunen Winterdecke die rötliche Sommerdecke; mitten im Wechsel wirkt das Stück fleckig und struppig.
Der Zeitpunkt hilft beim Ansprechen: Gesunde Jährlinge verfärben im Frühjahr meist früher als ältere Böcke, die dafür früher fegen. Kranke oder schwache Stücke verfärben oft auffällig spät. Hermelin und Schneehase verfärben im Herbst zu einem weißen Winterkleid; beim Federwild heißt der Wechsel Mauser.
Verwandte Begriffe
WinterhaarWinterhaar heißt das dichte Haarkleid, das sich Haarwild im Herbst zulegt; beim Schalenwild spricht man von der Winterdecke.DeckeDecke nennt der Jäger die behaarte Haut des Schalenwildes, etwa bei Reh, Rothirsch, Damwild und Gams; beim Schwarzwild heißt sie Schwarte.MauserAls Mauser bezeichnet man den regelmäßigen Wechsel des Gefieders, bei dem Vögel alte, abgenutzte Federn abwerfen und durch neue ersetzen.JährlingJährling heißt in der Jägersprache vor allem der Rehbock im zweiten Lebensjahr; das gleichaltrige weibliche Reh ist das Schmalreh.FegenFegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.HermelinDas Hermelin, auch Großes Wiesel genannt, ist ein kleiner Marderartiger, der an der ganzjährig schwarzen Schwanzspitze zu erkennen ist und im Winter oft weiß wird.