Standwild
Standwild nennt der Jäger Wild, das dauerhaft in einem Revier lebt und dort seinen festen Einstand hat.
Das Gegenstück ist das Wechselwild, das ein Revier nur zeitweise aufsucht. Ob eine Art Standwild ist, hängt vor allem von ihrem Raumbedarf und der Größe des Reviers ab: Das standorttreue Rehwild ist in den meisten Revieren Standwild, das weit umherziehende Rot- und Schwarzwild in kleinen Revieren dagegen oft nur Wechselwild. Ähnlich spricht man beim Federwild vom Standvogel, der das ganze Jahr im Brutgebiet bleibt.
Verwandte Begriffe
WechselwildWechselwild heißt Wild, das sich nicht ständig in einem Revier aufhält, sondern zwischen mehreren Revieren hin und her zieht.EinstandEinstand nennt der Jäger den deckungsreichen Bereich, in dem sich ein Stück Wild bevorzugt aufhält, ruht und bei Störung Schutz sucht.StandvogelStandvögel sind Vogelarten, die das ganze Jahr über in ihrem Brutgebiet bleiben und dort auch überwintern.WechselEin Wechsel ist in der Jägersprache ein Pfad, den Wild regelmäßig benutzt, etwa zwischen Einstand, Äsung und Suhle; bei Hase und Raubwild heißt er auch Pass.AktionsraumAls Aktionsraum bezeichnet man das gesamte Gebiet, das ein Tier in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig nutzt, etwa zum Ruhen, zur Nahrungssuche und zur Partnersuche.