Traubenholunder
Der Traubenholunder ist ein heimischer Strauch mit gefiederten Blättern, der schon im Hochsommer aufrechte, eiförmige Trauben scharlachroter Steinfrüchte trägt.
Er wird meist ein bis drei Meter hoch. Die Blätter sind wie beim Schwarzen Holunder unpaarig gefiedert und gesägt, treiben aber anfangs bronzefarben bis rötlich aus. Die gelblich weißen Blütenstände zeigen sich schon mit dem Austrieb, sie sind kegelig-rundlich statt flach tellerförmig. Die Früchte reifen im Juli und August leuchtend rot und stehen aufrecht, während die schwarzen Fruchtdolden des Schwarzen Holunders hängen.
Der Strauch wächst an schattigen bis halbschattigen Stellen in Wäldern, an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen, in Mitteleuropa vor allem im Bergland, und zeigt stickstoffreiche, eher saure Böden an. Roh und unreif sind die Früchte giftig, das Gift der Samen wird auch durch Kochen nicht zerstört. Schon im 16. Jahrhundert wurde beobachtet, dass Hirsche seine Blätter gern fressen.
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