Lexikon

Niederwald

Wald und Feld · auch Ausschlagwald

Ein Niederwald ist ein Laubwald, der in kurzen Abständen vollständig auf den Stock gesetzt wird und sich aus Stockausschlägen immer wieder erneuert.

Die Bäume werden etwa alle 15 bis 30 Jahre geerntet, solange sie noch verhältnismäßig dünn sind; aus den Stöcken treiben neue Stämme nach. So entstanden früher Brennholz, Holzkohle und bei Eichen die Gerberlohe aus der Rinde. Geeignet sind ausschlagfreudige Arten wie Eiche, Hainbuche, Hasel, Erle, Linde und Edelkastanie. Bekannte Beispiele sind die Hauberge im Siegerland und die Eichenschälwälder an Mosel und Rhein. Heute ist diese Betriebsart selten, weil sie sich wirtschaftlich kaum noch lohnt.

Für die Tierwelt sind Niederwälder ein Mosaik aus frisch geschlagenen Flächen, dichten Jungbeständen und älteren Stockausschlägen. Das Haselwild bevorzugt solche strukturreichen jungen Laubwälder und profitiert besonders von der Niederwaldwirtschaft, etwa an den Hängen von Rhein und Mosel. Reh und Rotwild finden auf den Schlägen reichlich Äsung.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion