Mittelwald
Ein Mittelwald verbindet ein regelmäßig auf den Stock gesetztes Unterholz mit einzelnen, aus Samen gewachsenen Bäumen, die als Oberholz darüber alt werden.
Das Unterholz aus Hainbuche, Hasel, Linde und anderen Ausschlagarten wird wie im Niederwald etwa alle 15 bis 30 Jahre geerntet und liefert Brennholz. Bei jedem Hieb bleiben ausgewählte junge Bäume stehen, die sich zum Oberholz entwickeln. Dieses besteht vor allem aus Eichen, die früher Bauholz und Eichelmast lieferten. So stehen junge Ausschläge, mittelalte und sehr alte Bäume auf derselben Fläche.
Mittelwälder sind licht, warm und reich an Strukturen und gehören zu den artenreichsten Waldformen. Für das Wild bieten die frisch geschlagenen Flächen Äsung, die nachwachsenden Ausschläge Deckung und die alten Eichen Mast. Wie der Niederwald ist der Mittelwald heute selten und wird an manchen Orten aus Naturschutzgründen weitergeführt.