Lexikon

Seeadler

Wildbiologie

Der Seeadler ist der größte in Deutschland brütende Greifvogel, ein brauner Adler der Küsten, Seen und Flüsse mit kurzem, keilförmigem, bei Altvögeln weißem Stoß.

Adulter Seeadler im Gleitflug mit brettartigen, tief gefingerten Flügeln, hellem Kopf, gelbem Schnabel und kurzem, keilförmigem weißem StoßMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Seeadler im Flug, Altvogel · KI-generierte Illustration

Mit rund zwei bis zweieinhalb Metern Spannweite übertrifft er den Steinadler. Im Flug wirkt er wie ein fliegendes Brett: sehr breite, rechteckige Flügel mit gefingerten Handschwingen, ein weit vorgestreckter Kopf und ein kurzer Keilstoß. Altvögel haben einen hellen, beigegrauen Kopf, einen mächtigen gelben Schnabel und einen weißen Stoß; Jungvögel sind dunkel, haben einen dunklen Schnabel und bekommen das Alterskleid erst nach mehreren Jahren.

Er frisst vor allem Fische und Wasservögel wie Blässhühner und Enten, im Winter viel Aas. Seine riesigen Horste stehen auf alten Bäumen und werden viele Jahre genutzt. Eine der wichtigsten Todesursachen ist Bleivergiftung: Mit Aufbrüchen und angeschossenem Wild nehmen die Adler Splitter bleihaltiger Geschosse auf. Heute brütet er wieder vor allem im Norden und Osten Deutschlands.

Nach § 2 Abs. 4 BJagdG gehört er zum Hochwild und ist zugleich streng geschützt; einzelne Länder führen ihn nicht als Wild.

Verwandte Begriffe

Fragen zu diesem Begriff üben

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion