Intervalljagd
Bei der Intervalljagd wird in kurzen, intensiven Jagdphasen gejagt, auf die längere Zeiten völliger Jagdruhe folgen.
Statt das ganze Jahr über immer wieder einzeln anzusitzen und zu pirschen, bündelt man die Jagd auf wenige Tage oder Wochen, etwa auf einige Tage im Monat mit mehreren Ansitzen zugleich oder auf einzelne revierübergreifende Bewegungsjagden. Dazwischen bleibt das Revier oder ein Revierteil ungestört.
Ziel ist ein geringerer Jagddruck. Wild, das nicht ständig beunruhigt wird, bleibt vertrauter, zeigt sich auch bei Tag und lässt sich in den Jagdphasen leichter erlegen. Häufiges Pirschen, tägliche Einzelansitze und Pirschfahrten halten das Wild dagegen dauerhaft in Unruhe, machen es heimlich und treiben es in die Dickungen, wo Verbiss und Schäle zunehmen. Die Intervalljagd gilt deshalb auch als Mittel gegen Wildschäden im Wald.