Lexikon

Perücke

Wildbiologie · Jägersprache · auch Perückengehörn, Perückengeweih

Perücke heißt ein krankhaft wucherndes Gehörn oder Geweih, das dauerhaft im Bast bleibt und nicht mehr abgeworfen wird; ein Bock damit heißt Perückenbock.

Haupt eines Perückenbocks mit unförmiger, bastüberzogener Wucherung, die seitlich über die Lichter hängtMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Perückenbock · KI-generierte Illustration

Ursache ist ein Mangel am männlichen Hormon Testosteron, meist weil die Hoden, jagdlich Brunftkugeln oder Kurzwildbret, verletzt sind oder nicht mehr arbeiten. Ohne das Hormon wird das Gehörn nie fertig, der Bast stirbt nicht ab, und der Bock kann weder fegen noch abwerfen.

Das Gehörn wuchert so Jahr für Jahr weiter zu einer unförmigen, vom Bast überzogenen Masse. Sie kann bis über die Lichter wachsen und behindert das Stück dann beim Sehen und Äsen. Meist trifft es den Rehbock, bei Hirschen ist eine Perücke selten.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion