Kurzwildbret
Kurzwildbret heißen in der Jägersprache die äußeren Geschlechtsteile des männlichen Schalenwildes, im engeren Sinn die Hoden, etwa bei Rehbock, Hirsch und Keiler.
Die Hoden allein heißen auch Brunftkugeln. Von hinten ist das Kurzwildbret zwischen den Keulen zu sehen; zusammen mit dem Pinsel bestätigt es einen Bock auch dann, wenn er sein Gehörn im Spätherbst abgeworfen hat. Fehlt es, steht ein weibliches Stück vor dem Jäger.
Über das männliche Hormon steuern die Hoden den Gehörnzyklus. Werden sie verletzt oder fallen aus, kann der Bock sein Gehörn nicht mehr fegen und abwerfen, und es wuchert zur Perücke.
Verwandte Begriffe
PinselPinsel heißt das Haarbüschel am Geschlechtsteil männlichen Schalenwildes, etwa beim Rehbock, Gamsbock und Keiler; beim Luchs heißen so die Haarbüschel an den Ohren.PerückePerücke heißt ein krankhaft wucherndes Gehörn oder Geweih, das dauerhaft im Bast bleibt und nicht mehr abgeworfen wird; ein Bock damit heißt Perückenbock.FeuchtblattFeuchtblatt heißt in der Jägersprache das äußere weibliche Geschlechtsteil des Schalenwildes, etwa bei Ricke, Alttier und Schmaltier.BockBock heißt in der Jägersprache das männliche Stück bei Reh-, Gams- und Steinwild; ohne Zusatz ist meist der Rehbock gemeint.AnsprechenAnsprechen heißt in der Jägersprache, ein Stück Wild vor dem Schuss sicher zu bestimmen: Wildart, Geschlecht, Alter und Verfassung.