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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Gehörn

Kopfschmuck des Rehbocks, bestehend aus Knochensubstanz, der jährlich abgeworfen und neu gebildet wird.

Das Gehörn ist der Kopfschmuck des Rehbocks. Es besteht aus Knochensubstanz, wird jährlich abgeworfen (Oktober/November) und neu gebildet (Dezember–März). Im Gegensatz zum Geweih des Rotwildes ist das Gehörn deutlich kleiner und kürzer.

Definition

Das Gehörn ist der aus Knochensubstanz bestehende Kopfschmuck des Rehbocks. Es sitzt auf den Rosenstöcken und wird jedes Jahr abgeworfen und neu gebildet. Im Unterschied zum Geweih (Rotwild, Damwild) ist das Gehörn kleiner und wird nur vom männlichen Rehwild getragen.

Entwicklung

Abwurf: Oktober–Dezember. Neubildung: Dezember–März (unter Bast). Verfegen: März–Mai (Bast wird abgefegt). Ein starker Rehbock hat in der Regel sechs Enden (Sechsergehörn). Abnorme Gehörne (Perückengehörn, Korkenziehergehörn) deuten auf Verletzungen oder Hormonstörungen hin.

Abgrenzung

Gehörn: nur beim Rehbock. Geweih: Rot-, Dam-, Sikawild. Hörner (Hornschläuche): Gams, Muffel, Steinwild – werden nie abgeworfen, wachsen lebenslang. Gehörn und Geweih werden jährlich abgeworfen.

Häufige Verwechslung

Gehörn nur beim Rehbock, Geweih bei Rot-/Dam-/Sikawild, Hörner bei Gams/Muffel.

Relevante Wildarten

Rehwild