Hochwald
Hochwald heißt in der Forstwirtschaft ein Wald, dessen Bäume aus Samen hervorgegangen sind, durch Naturverjüngung, Saat oder Pflanzung, und bis ins hohe Alter wachsen.
Er ist heute die vorherrschende Betriebsart in Deutschland. Die Bäume werden erst nach vielen Jahrzehnten geerntet, bei Buchen und Eichen meist erst nach über hundert Jahren, und liefern vor allem wertvolles Stammholz. Hochwald kann als Altersklassenwald bewirtschaftet werden, in dem gleich alte Bestände nebeneinander auf eigenen Flächen stehen, oder als Dauerwald wie der Plenterwald, in dem alle Altersstufen gemischt sind.
Gemeint ist also eine Betriebsart, nicht das Alter eines bestimmten Bestandes: Auch eine frisch gepflanzte Kultur gehört zum Hochwald. Den Gegensatz bilden Niederwald und Mittelwald, die sich ganz oder teilweise aus Stockausschlägen erneuern.