Lexikon

Neozoon

Hege

Ein Neozoon ist eine Tierart, die nach 1492 durch den Menschen in ein Gebiet gelangt ist, in dem sie vorher nicht vorkam, und dort nun wild lebt.

Die Mehrzahl lautet Neozoen. Das Jahr 1492, die Entdeckung Amerikas, gilt als Grenze, weil danach Handel und Verkehr zwischen den Kontinenten stark zunahmen; früher eingebürgerte Arten heißen Archäozoen. Manche Tiere wurden gezielt ausgesetzt, andere sind aus Pelztierfarmen oder Gehegen entkommen oder unbeabsichtigt eingeschleppt worden.

Bekannte Neozoen sind Waschbär, Marderhund, Mink, Nutria, Bisam, Kanada- und Nilgans, auch das Mufflon. Nicht jedes Neozoon ist invasiv; als invasiv gelten nur Arten, die heimischen Arten oder Lebensräumen erheblich schaden. Kein Neozoon ist der Goldschakal: Er hat sein Verbreitungsgebiet aus eigener Kraft bis nach Deutschland ausgedehnt. Auch Rückkehrer wie Wolf und Luchs zählen nicht dazu.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion