Kühlkette
Als Kühlkette bezeichnet man die lückenlose Kühlung des Wildbrets vom Auskühlen nach dem Erlegen über Lagerung und Transport bis in die Küche.
Jede Unterbrechung lässt Bakterien wachsen, die das Fleisch verderben oder krank machen können; Listerien vermehren sich sogar bei Kühlschranktemperatur noch langsam weiter. Kommt kaltes Wildbret in warme, feuchte Luft, schlägt sich außerdem Wasser auf der Oberfläche nieder, auf dem Keime gut gedeihen.
Für Wild, das abgegeben wird, gelten feste Obergrenzen: höchstens 7 °C bei Großwild wie Reh, Hirsch oder Wildschwein und höchstens 4 °C bei Kleinwild wie Hase, Kaninchen oder Federwild, auch beim Zerlegen und Umhüllen. Für den Transport eignen sich Kühlbox oder Kühlanhänger, die Stücke liegen nebeneinander und nicht aufeinander. Tiefgefroren lagert Wildbret bei minus 18 °C oder kälter; Großwild in der Decke und ungerupftes, nicht ausgenommenes Federwild werden nicht eingefroren.