Klagen
Klagen nennt man in der Jägersprache das laute Schreien von Wild in Angst oder Schmerz, etwa beim verletzten oder gepackten Hasen.
Klagen können außer dem Hasen auch Reh und Rotwild. Die Klage des Hasen ist ein heller, durchdringender Schrei, der Füchse anlockt. Jäger ahmen sie deshalb mit der Hasenklage nach, einem kleinen Lockinstrument.
Andere Laute haben eigene Namen: Das Reh schreckt bei Gefahr und fiept in der Brunft. Klagt ein Stück ohne erkennbaren Grund oder hustet und röchelt es, kann das ein Hinweis auf eine Krankheit sein.
Verwandte Begriffe
HasenklageAls Hasenklage bezeichnet man das nachgeahmte Klagen eines Hasen und das kleine Lockinstrument dafür, mit dem vor allem Füchse angelockt werden.SchreckenSchrecken nennt der Jäger den rauen, bellenden Warnlaut, den vor allem Rehwild, aber auch Rotwild bei Störung oder Gefahr ausstößt.FiepenFiepen nennt der Jäger die hohen, feinen Kontaktlaute des Rehwildes, mit denen sich Ricke und Kitz verständigen.ReizjagdDie Reizjagd ist eine Lockjagd auf Raubwild, vor allem auf den Fuchs, bei der der Jäger Laute von Beutetieren nachahmt, etwa das Klagen eines Hasen.Bedenkliche MerkmaleBedenkliche Merkmale sind Auffälligkeiten am lebenden oder erlegten Wild, die Zweifel wecken, ob das Fleisch ohne amtliche Untersuchung gegessen werden kann.